Was ist ein Audit?

Was ist ein Audit? Definition, Arten und Ablauf in der Firma

Definition: Was ist ein Audit?

Ein Audit ist eine systematische, unabhängige und dokumentierte Prüfung: Ein Auditor sammelt objektive Nachweise und bewertet, ob festgelegte Kriterien erfüllt sind. Den Rahmen für Audits von Managementsystemen beschreibt die ISO 19011:2026. Welche Kriterien gelten, hängt vom Audit ab, etwa Normen, Gesetze, Kundenanforderungen oder interne Standards.

Ohne Audits funktioniert kein Qualitätsmanagement. Für Auditoren heißt das im Alltag oft: Notizen auf dem Klemmbrett, Fotos auf dem Privathandy und eine lange Nachbereitung am Schreibtisch. Geprüft werden Prozesse, Produkte oder ganze Managementsysteme, etwa nach ISO 9001, nach Kundenvorgaben oder nach Gesetz. Dieser Leitfaden erklärt Begriffe, Auditarten und Ablauf und zeigt, wo digitale Werkzeuge die Arbeit leichter machen.

Was bedeutet „Audit“?

Der Begriff kommt vom lateinischen audire, also „hören“. Gemeint ist heute eine geplante, nachvollziehbare Überprüfung mit einer einfachen Frage: Passt das, was tatsächlich getan wird, zu dem, was vorgegeben ist?

Die Geschäftsführung sieht so, ob Vorgaben gelebt werden. Kunden, Behörden und Zertifizierungsstellen bekommen einen Nachweis dafür.

Auf Deutsch sagt man meist Prüfung oder Überprüfung. Den Begriff gibt es nicht nur im Qualitätsmanagement: In der Finanzwelt meint Audit die Prüfung des Jahresabschlusses durch Wirtschaftsprüfer, in der IT die Prüfung von Systemen und Lizenzen, im Datenschutz die Kontrolle, ob die DSGVO umgesetzt ist. Dieser Artikel behandelt Audits von Managementsystemen, Prozessen und Produkten im Unternehmen.

Welche Ziele hat ein Audit?

  • Nachweis, dass Normen, Gesetze und Kundenanforderungen erfüllt sind
  • Risiken erkennen, bevor daraus Reklamationen werden oder das Zertifikat in Gefahr gerät
  • Verbesserung im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP)
  • Vorbereitung auf Zertifizierungen, etwa nach ISO 9001 oder IATF 16949.
  • Vertrauen bei Kunden und Lieferanten

Welche Auditarten gibt es?

Interne Audits (First-Party-Audit)

Interne Auditoren prüfen Prozesse, Bereiche oder Managementsysteme im eigenen Unternehmen. Damit bereitet sich ein Unternehmen auf Zertifizierungen vor und findet, wo Abläufe besser werden können. ISO 9001 verlangt interne Audits in geplanten Abständen.

Layered Process Audit (LPA): bewährte Form des internen Audits in der Fertigung

Lieferantenaudits (Second-Party-Audit)

Ein Kunde prüft seinen Lieferanten auf Einhaltung vereinbarter Qualitätsstandards. Verbreitet in der Automotive-Industrie nach VDA 6.3 oder IATF 16949.

Lieferantenaudit mit digitalen Checklisten

Zertifizierungsaudits (Third-Party-Audit)

Eine unabhängige, akkreditierte Zertifizierungsstelle prüft das Unternehmen. Nur Third-Party-Audits führen zu anerkannten Zertifizierungen.

Externes Audit: Definition & Ablauf

Weitere Auditarten im Überblick

AuditartEinsatzgebietNorm / Methode
SystemauditGesamtes ManagementsystemISO 9001
ProzessauditEinzelner Fertigungs- oder GeschäftsprozessVDA 6.3
ProduktauditFertiges Produkt gegen QualitätsanforderungenEMPB, APQP
Compliance-AuditGesetzliche und regulatorische AnforderungenCompliance
HSE / EHS-AuditHealth, Safety, EnvironmentISO 45001
5S-AuditOrdnung & Sauberkeit am Arbeitsplatz5S-Methode
HACCP-AuditLebensmittelsicherheit & HygieneHACCP-Richtlinien
GMP-AuditPharma, Medizintechnik und regulierte HerstellungEU-GMP-Leitfaden, FDA
Remote / Hybrid AuditVirtuell oder teilweise remoteISO 19011:2026

1st, 2nd und 3rd Party Audit im Vergleich

AuditartTypische FrageTypisches Ergebnis
Internes AuditArbeiten wir nach unseren eigenen Vorgaben?Interner Auditbericht
LieferantenauditErfüllt der Lieferant unsere Anforderungen?Lieferantenbewertung
ZertifizierungsauditErfüllt das Managementsystem die Norm?Zertifikat oder Abweichungsbericht
ProzessauditLäuft der Prozess stabil und nachvollziehbar?Prozessbewertung und Maßnahmen
ProduktauditErfüllt das Produkt definierte Anforderungen?Produktbewertung

Wie läuft ein Audit ab?

Ein Audit hat drei Phasen. In zweien davon geht mit Papier und Excel viel Zeit verloren. Der Vergleich:

Phase 1: Vorbereitung & Planung

⚠ Klassisch

Excel-Listen pflegen und Termine per Mail abstimmen.

✓ Digital

Zentrale Auditplanung und automatisierte Zuweisung der Fragenkataloge an die Auditoren.

Phase 2: Durchführung vor Ort

⚠ Klassisch

Klemmbrett, separate Digitalkamera und lückenhafte Notizen im Lärm der Produktionshalle.

✓ Digital

Erfassung auf Smartphone, Tablet oder Windows-Gerät, auch ohne Netz. Fotos werden direkt im Prüfschritt aufgenommen und kommentiert.

Phase 3: Nachbereitung & Maßnahmen  ⏱ Hier geht die meiste Zeit verloren

⚠ Klassisch

Fotos vom Handy ziehen, Berichte in Word zusammenbauen, Abweichungen händisch in Excel eintragen und dem Verantwortlichen wegen Fristen hinterhertelefonieren.

✓ Digital

Bericht fertig, Maßnahmen angestoßen. Der Auditbericht entsteht als PDF direkt aus der Checkliste. Jede Abweichung bekommt eine Maßnahme mit Verantwortlichem, Frist und Erinnerung.

Der Ablauf in zehn Schritten:

1
Auditprogramm festlegen
Alle Audits eines Zeitraums planen. Ziele, Umfang und Ressourcen definieren. Anleitung mit Vorlage: Auditplanung.
2
Auditumfang & Kriterien bestimmen
Was wird geprüft? Welche Normen oder SOPs gelten als Maßstab?
3
Auditplan erstellen
Zeitplan, Verantwortliche und Prüfbereiche dokumentieren und kommunizieren.
4
Dokumente vorbereiten
Arbeitsanweisungen, Verfahrensanweisungen und frühere Auditergebnisse sichten. Ideal ist, wenn die Dokumente zentral in einer SOP Software liegen. Offene CAPA-Maßnahmen prüfen.
5
Eröffnungsgespräch
Ablauf, Umfang und Erwartungen mit allen Beteiligten klären.
6
Auditnachweise sammeln
Interviews, Beobachtungen, Dokumentenprüfung. Befunde mit Fotos, Kommentaren oder Dokumenten direkt nachvollziehbar erfassen.
7
Feststellungen bewerten
Nachweise gegen Auditkriterien prüfen. Abweichungen, Beobachtungen und positive Befunde klassifizieren.
8
Abschlussgespräch
Ergebnisse mit den Verantwortlichen besprechen, offene Punkte klären.
9
Auditbericht erstellen
Alle Feststellungen, Abweichungen und vereinbarten Maßnahmen dokumentieren.
10
Maßnahmen nachverfolgen
CAPA definieren, Verantwortliche und Fristen festlegen. Wirksamkeit im nächsten Audit verifizieren.

Wie bereitet man ein Audit richtig vor?

Ob ein Audit nur eine Pflicht abhakt oder wirklich etwas aufdeckt, entscheidet sich oft in der Vorbereitung. Legen Sie vorher Umfang, Kriterien, Zuständigkeiten und die benötigten Nachweise fest.

  • Auditziel und Auditumfang definieren
  • Relevante Normen, SOPs und Kundenanforderungen sammeln
  • Auditplan mit Zeitfenstern und Ansprechpartnern erstellen
  • Frühere Auditberichte und offene CAPA-Maßnahmen prüfen
  • Checklisten oder Fragenkataloge vorbereiten
  • Nachweise wie Schulungen, Prüfprotokolle und Prozessdokumente bereitlegen
  • Beteiligte über Ablauf und Erwartungen informieren

Was wird bei einem Audit geprüft?

Dokumente sind nur die halbe Miete. Der Auditor schaut auch, ob im Alltag so gearbeitet wird, wie es beschrieben ist, und bewertet anhand objektiver Nachweise, ob die Prozesse wirken.

  • Prozessbeschreibungen und Arbeitsanweisungen
  • Schulungsnachweise und Qualifikationen
  • Prüfprotokolle und Freigaben
  • Rollen, Verantwortlichkeiten und Eskalationswege
  • Kennzahlen, Risiken und Verbesserungsmaßnahmen
  • Umgang mit Abweichungen und Reklamationen
  • Nachweise aus früheren Audits und offene Maßnahmen

Audit in der Firma: Was Mitarbeiter erwartet

Für viele Beschäftigte ist ein Audit vor allem ungewohnt. Jemand Fremdes steht am Arbeitsplatz, stellt Fragen und schreibt mit. Bewertet wird dabei der Ablauf. Die Frage ist, ob Vorgaben und gelebte Praxis zusammenpassen.

Typische Fragen an Mitarbeiter:

  • Wie gehen Sie bei dieser Tätigkeit vor, und wo ist beschrieben, wie es gemacht werden soll?
  • Was tun Sie, wenn ein Teil nicht in Ordnung ist oder eine Störung auftritt?
  • Welche Schulungen oder Unterweisungen haben Sie dafür bekommen?
  • Wo dokumentieren Sie Prüfungen und Ergebnisse?
  • Wen informieren Sie bei Problemen?

Am besten antworten Sie ehrlich und zeigen, wie Sie wirklich arbeiten. Wenn Sie etwas nicht wissen, sagen Sie das und zeigen Sie, wo die Information steht. Vermutungen helfen niemandem. Eine Abweichung zeigt, wo ein Ablauf nachgeschärft werden muss. Mit persönlichem Versagen hat sie in der Regel nichts zu tun.

Auditkriterien, Auditnachweise und Auditfeststellungen

Um diese Begriffe dreht sich jedes Audit:

BegriffDefinitionBeispiele
AuditkriterienAnforderungen, gegen die geprüft wirdISO 9001, SOPs, Kundenanforderungen
AuditnachweiseObjektiv prüfbare BelegeChecklisten, Fotos, Schulungsnachweise
KonformitätAnforderung erfülltProzess läuft wie definiert
AbweichungAnforderung nicht erfülltFehlende Dokumentation, falsches Verfahren
BeobachtungKein Verstoß, VerbesserungspotenzialProzess läuft, hat aber unnötige Zwischenschritte
Positiver BefundBesonders gute PraxisBest Practice zur Weitergabe

Was steht in einem Auditbericht?

  • Auditumfang, Auditkriterien und Auditteam
  • Datum und Ort der Auditdurchführung
  • Alle Auditfeststellungen mit Nachweisen
  • Einstufung der Abweichungen (z. B. Major / Minor), soweit das Auditverfahren das vorsieht
  • Empfehlungen und Verbesserungsmöglichkeiten
  • Vereinbarte Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen

Was passiert bei Abweichungen?

Abweichungen gehören zu fast jedem Audit. Sie zeigen, wo ein Prozess verbessert oder ein Nachweis ergänzt werden muss. Wichtig ist, sie richtig einzustufen und die Maßnahmen bis zum Ende zu verfolgen.

Major (schwerwiegend)

Eine wesentliche Anforderung ist nicht erfüllt, oder das System versagt an einer Stelle grundsätzlich. Im Zertifizierungsaudit wird das Zertifikat meist erst erteilt oder bestätigt, wenn Ursache und Korrektur nachgewiesen sind.

Minor (geringfügig)

Eine einzelne Anforderung ist nicht vollständig erfüllt, das System funktioniert aber im Kern. Üblich ist ein Maßnahmenplan mit Frist, den der Auditor später prüft.

Beobachtung

Kein Verstoß, aber Verbesserungspotenzial. Empfehlung ohne Pflicht zur Maßnahme.

Maßnahmenprozess nach einer Abweichung

  1. Ursachenanalyse, zum Beispiel mit Ishikawa-Diagramm oder 5-Why-Methode
  2. Korrekturmaßnahme definieren
  3. Verantwortlichen und Frist festlegen
  4. Maßnahme umsetzen und dokumentieren
  5. Wirksamkeit prüfen

CAPA: Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen | 8D-Report

Audit-Checkliste: So bereiten Sie sich vor

Diese Checkliste hilft Ihnen, ein internes Audit strukturiert vorzubereiten und durchzuführen. Sie kann als Grundlage für eigene Fragenkataloge genutzt werden. 60 ausformulierte Auditfragen nach ISO 9001, jeweils mit Nachweis, finden Sie im Beitrag Fragenkatalog internes Audit.

PhaseAufgabe
VorbereitungAuditgrundlage und Auditbereich festlegen
VorbereitungVerantwortliche benennen und informieren
VorbereitungRelevante Dokumente und Nachweise sammeln
VorbereitungPrüfpunkte und Fragenkatalog vorbereiten
DurchführungEröffnungsgespräch durchführen
DurchführungNachweise sammeln, Fotos und Kommentare dokumentieren
DurchführungAbweichungen klassifizieren (Major / Minor / Beobachtung)
AbschlussAbschlussgespräch und Ergebnisse kommunizieren
AbschlussAuditbericht erstellen und verteilen
NachverfolgungMaßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen festlegen und Wirksamkeit prüfen

Beispiele für Audits in der Praxis

Audits werden überall dort eingesetzt, wo Prozesse, Nachweise und Verantwortlichkeiten überprüfbar sein müssen.

AuditartWas wird geprüft?
ISO 9001-AuditOb Qualitätsprozesse dokumentiert, umgesetzt und wirksam verbessert werden
LieferantenauditOb ein Lieferant vereinbarte Qualitäts-, Sicherheits- oder Dokumentationsanforderungen erfüllt
Prozessaudit FertigungOb ein Produktionsprozess stabil, nachvollziehbar und fehlerarm abläuft
EHS-AuditSchutzmaßnahmen, Unterweisungen und Begehungsprotokolle zu Arbeitssicherheit, Umwelt und Gesundheitsschutz
HACCP-AuditHygienevorgaben, HACCP-Dokumentation und Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelproduktion
InstandhaltungsauditOb Wartungsintervalle, Sicherheitskontrollen und Mängelbehebungen vollständig dokumentiert sind

Audit vs. Inspektion vs. Prüfung vs. Zertifizierung

Im Alltag gehen diese vier Begriffe oft durcheinander. Sie unterscheiden sich darin, was geprüft wird und was am Ende herauskommt:

  • Audit: systematische, normbasierte Bewertung von Prozessen, Systemen oder Managementanforderungen. Ergebnis: Auditbericht mit Feststellungen und Maßnahmen.
  • Inspektion: punktuelle Überprüfung des physischen Zustands eines Objekts, einer Anlage oder eines Produkts zu einem bestimmten Zeitpunkt. Ergebnis: Prüfprotokoll, Freigabe oder Sperrung.
  • Prüfung: Bewertung einer einzelnen Funktion oder Anforderung. Ergebnis: bestanden oder nicht bestanden.
  • Zertifizierung: formeller Nachweis durch eine akkreditierte Stelle, dass ein Managementsystem oder Produkt eine Norm erfüllt. Voraussetzung ist immer ein erfolgreiches Third-Party-Audit. Ergebnis: ISO-Zertifikat.
BegriffFokusErgebnisBeispiel
AuditProzesse, Systeme, NormenAuditbericht + MaßnahmenISO 9001 internes Audit
InspektionObjekt, Anlage, ZustandPrüfprotokoll, FreigabeMaschinenzustandsprüfung
PrüfungEinzelne AnforderungBestanden / nicht bestandenProduktmaßprüfung
ZertifizierungNormerfüllung durch akkreditierte StelleISO-ZertifikatISO 9001-Zertifizierung

Welche Rolle spielt ISO 19011:2026?

Die ISO 19011 ist der internationale Leitfaden für Audits von Managementsystemen. Im Mai 2026 ist die Ausgabe ISO 19011:2026 erschienen. Sie ersetzt die Fassung von 2018 und geht ausführlicher auf digitale, remote und hybride Audits ein.

Zertifizieren lassen kann man sich nach ISO 19011 nicht. Sie beschreibt, wie Audits ablaufen sollen.

Nützlich ist sie für interne Audits ebenso wie für Lieferanten- und Systemaudits. Sie hilft, Auditprogramme nach Risiko zu planen und geeignete Auditoren auszuwählen.

BereichInhalt
AuditprinzipienIntegrität, Unabhängigkeit, Vertraulichkeit, risikobasierter Ansatz
AuditprogrammRisikobasierte Planung aller Audits über einen definierten Zeitraum
DurchführungVon der Planung bis zum Abschlussbericht, inkl. Remote-Formate
AuditorenkompetenzFachliche und persönliche Anforderungen an Auditoren

Relevant für: ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001, ISO 50001, IATF 16949.

Wie hilft digitale Auditsoftware bei der Durchführung?

Am Fachwissen scheitern Audits selten. Häufiger an Medienbrüchen: Checklisten liegen in Excel, Fotos auf Smartphones, Maßnahmen in E-Mails und Berichte in Word-Dateien. Dadurch gehen Nachweise verloren, Fristen werden übersehen und Auditergebnisse lassen sich nur schwer vergleichen.

Eine Audit-Software hält das zusammen. Fragen, Fotos, Kommentare, Abweichungen, Maßnahmen und Bericht hängen aneinander, und das Abtippen nach dem Audit fällt weg.

  • Digitale Checklisten auf Tablet oder Smartphone, auch offline
  • Fotodokumentation direkt am Prüfschritt
  • PDF-Bericht direkt aus der Checkliste
  • Maßnahmen mit Verantwortlichem, Frist und Status (ab Premium)
  • Änderungsprotokoll: nachvollziehbar, wer wann was geändert hat
  • Anbindung an SAP

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Fazit: Audits ohne Papierstapel

Ein Audit soll Prozesse verbessern. Wer noch mit Zettel und Stift auditiert, verliert Zeit bei der Nachbereitung und riskiert Lücken in der Dokumentation.

Mit der Audit-Software von firstaudit laufen Checkliste, Fotos, Bericht und Maßnahmen in einer App zusammen. Fertige Checklisten-Vorlagen lassen sich direkt übernehmen und an die eigenen Vorgaben anpassen.

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Häufige Fragen zu Audits

Was ist ein Audit? +

Ein Audit ist eine systematische, unabhängige und dokumentierte Prüfung. Der Auditor sammelt objektive Nachweise und bewertet, ob festgelegte Anforderungen erfüllt sind, etwa aus einer Norm, einem Gesetz oder einer internen Vorgabe. Wie Audits von Managementsystemen ablaufen sollen, beschreibt der Leitfaden ISO 19011:2026.

Was bedeutet Audit auf Deutsch? +

Audit kommt vom lateinischen audire, also hören. Auf Deutsch sagt man Prüfung, Überprüfung oder im Finanzbereich auch Revision. Im Qualitätsmanagement ist damit die geplante Prüfung gemeint, ob Vorgaben im Alltag eingehalten werden.

Was macht man bei einem Audit? +

Der Auditor vergleicht Vorgaben mit der Praxis. Er liest Dokumente, beobachtet Abläufe vor Ort, befragt Mitarbeiter und prüft Nachweise wie Prüfprotokolle oder Schulungsnachweise. Am Ende stehen Feststellungen, ein Auditbericht und bei Abweichungen vereinbarte Maßnahmen.

Wie läuft ein Audit ab? +

Zuerst werden Umfang, Kriterien und Termine im Auditplan festgelegt. Vor Ort folgen Eröffnungsgespräch, Befragungen und Begehung, danach die Bewertung der Feststellungen und ein Abschlussgespräch. Der Auditbericht hält alles fest, offene Punkte werden über Maßnahmen nachverfolgt.

Wer macht ein Audit? +

Interne Audits führen geschulte Mitarbeiter durch, die nicht ihren eigenen Bereich prüfen. Lieferantenaudits übernehmen Auditoren des Kunden. Zertifizierungsaudits führen Auditoren einer akkreditierten Zertifizierungsstelle durch.

Was fragt der Auditor die Mitarbeiter? +

Meist geht es um den eigenen Arbeitsablauf: Wie gehen Sie vor, wo ist das beschrieben, was tun Sie bei einem Fehler, welche Unterweisung haben Sie bekommen und wo wird das Ergebnis dokumentiert? Gefragt wird nach der Praxis, nicht nach auswendig gelerntem Normwissen.

Wie verhalte ich mich als Mitarbeiter im Audit? +

Ehrlich antworten und zeigen, wie Sie wirklich arbeiten. Wenn Sie etwas nicht wissen, sagen Sie das und zeigen Sie, wo die Information steht. Eine Abweichung zeigt, wo ein Ablauf verbessert werden muss. Über Sie persönlich sagt sie wenig.

Was ist der Unterschied zwischen Audit und Inspektion? +

Ein Audit prüft, ob Prozesse und Managementsysteme festgelegten Anforderungen entsprechen. Eine Inspektion bewertet den Zustand eines konkreten Objekts, einer Anlage oder eines Produkts zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Was ist der Unterschied zwischen Audit und Zertifizierung? +

Das Audit ist die Prüfung. Die Zertifizierung ist die Bestätigung durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle, dass ein Managementsystem eine Norm erfüllt, zum Beispiel ISO 9001. Ohne erfolgreiches Zertifizierungsaudit gibt es kein Zertifikat.

Was ist der Unterschied zwischen First-, Second- und Third-Party-Audit? +

First-Party ist das interne Audit, bei dem sich ein Unternehmen selbst prüft. Second-Party ist das Lieferantenaudit, bei dem ein Kunde seinen Lieferanten prüft. Third-Party ist das Zertifizierungsaudit durch eine unabhängige, akkreditierte Stelle.

Ist ein Audit dasselbe wie eine Wirtschaftsprüfung? +

Nein. Die Prüfung des Jahresabschlusses durch Wirtschaftsprüfer heißt im Englischen ebenfalls Audit, prüft aber Zahlen und Buchführung. Qualitäts- und Managementsystemaudits prüfen Abläufe gegen Vorgaben wie ISO 9001, ISO 14001 oder ISO 45001.

Wie oft müssen Audits durchgeführt werden? +

ISO 9001 verlangt interne Audits in geplanten Abständen, eine feste Frequenz nennt die Norm nicht. Die Abstände richten sich nach der Bedeutung der Prozesse, früheren Ergebnissen und Änderungen. In der Praxis wird jeder Bereich oft einmal im Jahr auditiert, kritische Prozesse häufiger.

Was ist eine Hauptabweichung beim Audit? +

Eine Hauptabweichung (Major) liegt vor, wenn eine wesentliche Anforderung nicht erfüllt ist oder das System an einer Stelle grundsätzlich versagt. Im Zertifizierungsaudit wird das Zertifikat dann meist erst erteilt oder bestätigt, wenn Ursache und Korrektur nachgewiesen sind. Die Fristen legt die Zertifizierungsstelle fest.

Ist ISO 19011 zertifizierbar? +

Nein. ISO 19011 ist ein Leitfaden für die Auditierung von Managementsystemen und keine Anforderungsnorm. Zertifiziert wird nach Normen wie ISO 9001, die Kriterien für das Audit liefern.

Kann ein Audit remote durchgeführt werden? +

Ja. ISO 19011:2026 behandelt digitale, remote und hybride Auditmethoden ausführlicher als die Fassung von 2018. Ob das passt, hängt von Umfang, Risiko und Nachweisen ab. Abläufe in der Fertigung lassen sich oft nur vor Ort sinnvoll prüfen.

Was kostet ein Audit? +

Ein internes Audit kostet vor allem Arbeitszeit für Vorbereitung, Durchführung und Bericht. Bei einem Zertifizierungsaudit richtet sich der Preis nach den Auditortagen und dem Tagessatz der Zertifizierungsstelle. Wie viele Auditortage nötig sind, hängt von Mitarbeiterzahl, Standorten und Norm ab. Mehr dazu im Artikel ISO-Zertifizierung: Ablauf und Kosten.

Welche Software eignet sich für Audits? +

Für die Durchführung vor Ort eignen sich Audit-Apps mit digitalen Checklisten, Fotos am Prüfpunkt und automatischem PDF-Bericht. firstaudit ist eine solche Checklisten-App für iOS, Android und Windows. Sie funktioniert auch offline und ist für einen Benutzer dauerhaft kostenlos. Mehr zur Audit-Software von firstaudit.

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