FMEA Methode im Unternehmen

FMEA – Was ist das?

FMEA steht abkürzend für Failure Mode and Effects Analysis, was im Deutschen als Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse oder Auswirkungsanalyse bezeichnet werden kann.

Bei der FMEA Methode handelt es sich um eine Analyse Methode zur frühestmöglichen Erkennung potenzieller qualitativer Mängel. Ein Produkt wird nach bestimmten Kriterien untersucht. Dabei werden eventuelle Fehler im Prozess sowie deren Auftrittswahrscheinlichkeit detektiert. Je nach Art des Fehlers sowie dessen Auswirkungen auf Unternehmen und Kunden werden verschiedene Kennzahlen vergeben. So können potenzielle Fehlerquellen bereits im Vorhinein eliminiert werden. Entsprechende Maßnahmen können direkt in den Prozess integriert werden. Das verbessert die Prozesse im Unternehmen – man ist schneller am Ziel.

Warum FMEA?

Die FMEA ist ein bewährtes Tool zur Verbesserung des Qualitäts- und Sicherheitsmanagements im Unternehmen. Sie wird in verschiedensten Bereichen und Branchen angewendet. Insbesondere im Industriesektor ist sie mittlerweile sehr verbreitet. Automobilindustrie sowie Luft- und Raumfahrt gehören zu den prominentesten Beispielen. Dabei gibt es je nach Zweig unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. Auch eine Erweiterung der FMEA, die FMECA (Failure Mode and Effects and Criticality Analysis) findet häufig Anwendung. Diese Methode liefert neben der Aussage über qualitative Aspekte auch Informationen über die Quantität möglicher Fehler und deren Ursachen.

Es lohnt sich, bereits zu Beginn der Planung und Entwicklung eines Produktes auf die FMEA Methode zurückzugreifen. Denn je länger ein Fehler und dessen Ursache unentdeckt bleiben, desto verheerender sind die Auswirkungen auf Unternehmen und Kunden. Produktionsmängel, die erst bei Auftritt erkannt werden, verursachen meist hohe Kosten. Im Vergleich ist die Anwendung der FMEA Analyse Methode deutlich effizienter.

Man kann zwischen verschiedenen Arten der FMEA Analyse Methode unterscheiden. Dazu gehört zum Beispiel die Design- und Konstruktions-FMEA, die sich explizit für die frühe Phase der Produktentwicklung eignet.

How to FMEA

Für eine erfolgreiche FMEA braucht es zunächst ein interdisziplinäres Team. Besonders wichtig sind beispielsweise Expertinnen und Experten aus den Bereichen Konstruktion und (Fertigungs-)Planung, Versuch sowie Qualitätsmanagement. Die Analyse und die verschiedenen Prozessschritte werden dann meist unter Einsatz einer Software oder mit entsprechenden Formblättern durchgeführt.

Zu Beginn der Analyse werden potenzielle Risiko Orte an denen es häufig zu Fehlern kommt identifiziert und untersucht. In einem nächsten Schritt geht es um die Beschreibung sowie eine passende Bewertung und eindeutige Klassifizierung des Fehlers. Daraufhin wird der Fokus auf die Ursache des Fehlers gelenkt. Sobald diese identifiziert wurde, können dann Schritt für Schritt entsprechende Maßnahmen zur Behebung des Fehlers eingeleitet werden. Diese Maßnahmen sollten jedoch nicht nur mit Blick auf die augetretenen Fehler eingeleitet werden. Insbesondere die Vermeidung in Zukunft gilt es miteinzubeziehen.

Durch Anwendung der FMEA Methode können Unternehmen Zeit und Kosten, die zur nachträglichen Behebung von Produktfehlern aufgewendet werden müssen, einsparen. Auch zukünftige Fehlerursachen können durch die Analysen effektiv vermieden werden. Damit bleibt mehr Zeit für die Qualität der Produkte und Prozesse. Mit FMEA wird also der Weg zu einer nachhaltigeren digitalen Produktion geebnet.

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